Vorwort
Bereits Anfang 2025 stand fest, dass wir in den Sommerferien gemeinsam mit meinen drei guten Freunden eine Reise planen möchten, dieses Mal zu einer neuen Fernstreckendestination. Schnell waren wir uns einig, dass das Feriendomizil die Vereinigten Staaten sein wird. Den Routenverlauf, unsere Highlights unterwegs, die Unterkünfte sowie die Flüge haben wir früh gebucht und konnten dadurch von attraktiven Preisen profitieren. Die Vorfreude auf die Sommerferien war riesig und die Reise selbst einfach legendär.
Vorbereitung
Vor der Abreise gab es noch einiges zu erledigen, unter anderem die Fertigstellung der Reiseunterlagen, da wir alle Leistungen im Voraus gebucht hatten und ich das Reiseprogramm sehr detailliert ausgearbeitet habe. Nun hiess es nur noch: Koffer packen und los geht’s.
Unser Routenverlauf
Mit dem neuen Edelweiss Air Flugzeugtyp Airbus A350-900 sind wir nonstop von Zürich nach Las Vegas geflogen. Für einen solch langen Flug von rund 11 Stunden und 30 Minuten hat sich der Aufpreis in die Economy-Max-Klasse absolut gelohnt. Mehr Beinfreiheit, ein grösserer Neigungswinkel des Sitzes und alkoholische Getränke inklusive sorgen für spürbar mehr Komfort. Nach der Ankunft verlief die Immigration einwandfrei. Wir nahmen unser Gepäck entgegen und holten unseren Mietwagen ab, einen Chrysler Pacifica Minivan. Dann ging es direkt in die Innenstadt zum Hotel.
Zwar hatten wir nur eine Nacht in der Stadt, doch konnten wir das Flair der Stadt, die niemals schläft, voll aufsaugen. Ein Spaziergang führte uns von den Bellagio Fountains über das Caesars Palace mit einem Zwischenstopp im Casino, um unser Glück zu versuchen, weiter zur beeindruckenden Sphere und schliesslich bis zur Fremont Street Experience. Überall Menschen, Neonlichter und immer etwas Neues zu entdecken.
Bevor wir die Stadt frühmorgens verliessen, nutzten wir die Gelegenheit für einen Fotostopp am ikonischen «Welcome to Fabulous Las Vegas» -Schild.
Unser nächstes Ziel war der Zion Nationalpark. Wir übernachteten in der Cliffrose Lodge in Springdale, perfekt gelegen und ein idealer Ausgangspunkt für unsere Wanderung auf dem Watchman Trail. Belohnung am Ende waren atemberaubende Ausblicke auf die rote Felslandschaft. Auch hier blieben wir nur eine Nacht und fuhren am folgenden Tag weiter über die Zion Canyon Scenic Drive in Richtung Bryce Canyon. Die Fahrt war landschaftlich ein Highlight und wir legten unterwegs mehrere Fotostopps ein.
Im Bryce Canyon angekommen, bezogen wir unser grosszügiges Airbnb-Haus, das nur wenige Fahrminuten vom Parkeingang entfernt lag. Am Nachmittag schnürten wir die Wanderschuhe und machten uns auf in den Canyon für den Navajo Loop Trail. Die bizarren Steinformationen, engen Schluchten und imposanten Felswände machten diese Wanderung zu einem einzigartigen Erlebnis. Eine solche Landschaft kennen wir in der Schweiz nicht.
Wir verbrachten hier zwei Nächte und unternahmen am Folgetag nochmals eine Wanderung, dieses Mal auf dem Riggs Spring Loop, der rund viereinhalb Stunden dauerte und uns durch abwechslungsreiche Landschaften führte. Die Wanderung war durchaus anspruchsvoll, nicht nur wegen des warmen Wetters, sondern auch aufgrund der Höhenunterschiede, die wir bewältigten. Einmal ging es hinunter in den Canyon und anschliessend wieder steil hinauf. Am Ende wurden wir jedoch mit herrlichen Aussichtspunkten belohnt. Am Abend spazierten wir spontan durch die Gegend und stiessen auf das Ebenezer’s Barn and Grill. Während der Saison findet hier jeden Abend von 20:00 bis 21:00 Uhr Livemusik statt, was wir selbst erleben durften. Country Music und gute Stimmung vom Feinsten, ein perfekter Abschluss für diesen Tag.
Als Nächstes stand eine lange Fahrt auf dem Programm, die den Begriff Road Trip perfekt beschreibt. Wir fuhren von Bryce Canyon City über das Monument Valley nach Moab. Die reine Fahrzeit betrug etwa acht Stunden und dreissig Minuten, doch die beeindruckende und abwechslungsreiche Landschaft liess die Zeit wie im Flug vergehen. Unser Zwischenstopp im Monument Valley Navajo Tribal Park hat sich absolut gelohnt. Allerdings sollte man wissen, dass die Strasse innerhalb des Parks eine holprige Naturpiste ist. Nach zahlreichen Fotostopps ging es weiter zum Forrest Gump Viewpoint für die nächsten Bilder. Dieser Ort war für mich persönlich eine echte Wow Sensation, nicht nur weil Forrest Gump einer meiner Lieblingsfilme ist, sondern auch weil wir es tatsächlich bis hierher geschafft haben. Einfach atemberaubend!
Schliesslich fuhren wir den letzten Abschnitt bis zur Red Cliffs Lodge in Moab, die etwa dreissig Minuten von der Innenstadt entfernt liegt. Diese Lodge befindet sich idyllisch in einer Schlucht direkt am Colorado River.
Am nächsten Tag hatten wir den ganzen Tag Zeit, um den Arches Nationalpark zu erkunden. Auf dieser Reise war dieser Nationalpark unser absoluter Favorit. Wir haben den Double Arch besucht, den man ganz bequem vom Parkplatz zu Fuss erreicht und unmittelbar dort Fotos machen kann. Wir haben die Wanderung zum Delicate Arch unternommen sowie den Landscape Arch Trail, der die längste Wanderung unseres Besuchs war. Die Landschaft und die Vielfalt im Park verblüfften uns immer wieder und es war schön, dass wir als Gruppe aktiv waren, um so viel wie möglich zu sehen.
Den Abend liessen wir in Moab mit einem ausgezeichneten Abendessen in der Innenstadt und einem Besuch in einer Bar ausklingen, die sogar Karaoke anbot. Dort brachte ich mit einem Lied von George Jones ordentlich Stimmung in den Raum.
Die Reise neigte sich dem Ende zu und wir fuhren am letzten Tag nach Salt Lake City. Unterwegs machten wir einen Abstecher zu den berühmten Bonneville Salt Flats, einer riesigen Salzwüste ausserhalb der Stadt, die für Land Speed Records bekannt ist. Von hier stammt auch der Name meines Motorrads, einer Triumph Bonneville.
Am Abend in Salt Lake City machten wir noch etwas Sightseeing, unter anderem beim Salt Lake City Mormon Temple. Danach besuchten wir einige Bars und später am Abend auch einen Club. Hier war viel los und wir konnten gemeinsam einen perfekten Abschluss unserer Ferien feiern. Für mich begann am Folgetag frühmorgens bereits der zweite Teil meiner Reise nach Nova Scotia.
Schlusswort
Abschliessend kann ich sagen, dass diese Ferien intensiv waren, sowohl mit Fahrten als auch mit Wanderungen und den wechselhaften Landschaften. Doch vor allem war es die tolle Stimmung unter den Freunden, kombiniert mit den beeindruckenden Naturkulissen, die diese Ferien zu einer einzigartigen Reise gemacht haben. Diese Region ist so vielseitig, dass ich mir gut vorstellen kann, hier erneut Ferien zu verbringen.
Haben Sie auch Lust auf einen Roadtrip durch die USA? Ich unterstütze Sie gerne bei der Planung und teile dabei meine besten Insider-Tipps aus dieser Reise mit Ihnen.



























